Ultraschalluntersuchungen
Mit dem Ultraschall (Sonografie) steht eine völlig belastungsfreie Untersuchungsmethode zur Verfügung. Sie kann bedenkenlos häufiger wiederholt und auch bei Kindern und Schwangeren eingesetzt werden. Sie eignet sich hervorragend zur Darstellung von weichem Körpergewebe (Drüsen, Lymphknoten, Blutgefäße, Halsweichteile) kann aber auch dünnen Gesichtsknochen durchdringen. Deshalb lassen sich auch Veränderungen der Kiefer- und der Stirnhöhlen erkennen. Damit der Ultraschall gut in den Körper eindringen und das Echo gemessen werden kann, wird auf die Haut zunächst eine Flüssigkeit oder Gel aufgebracht.

Nasennebenhöhlen
Mit dem Ultraschall lassen sich gut die oberflächennah gelegenen großen Kiefer- und Stirnhöhlen untersuchen. Flüssigkeit, verdickte Schleimhaut oder Polypen stellen sich in der Ultraschalluntersuchung als echoreiche Verschattungen dar. So gewinnt man elegant Hinweise auf eine akute Eiteransammlung z.B. in der Kieferhöhle, aber auch der Ausheilungsprozess lässt sich beurteilen.

Speicheldrüsen
Für die Beurteilung der großen Speicheldrüsen (Ohrspeicheldrüse, Unterkieferspeicheldrüse) ist die Ultraschalluntersuchung besonders gut geeignet. Hier können diffuse Schwellungen von Steinen in der Drüse und Tumoren (meist gutartig) unterschieden werden. Der Heilungsprozess lässt sich im Verlauf kontrollieren.

Lymphknoten / Halsweichteile / Schilddrüse
Zur Beurteilung von vergrößerten Lymphknoten im Halsbereich ist die Ultraschalluntersuchung die genaueste Methode und somit besser geeignet als die Computertomografie und Kernspintomografie. Auffällig sind Knoten, die deutlich größer als 1 cm sind. Lymphknoten schwellen sehr häufig bei Infekten an. Mit dem Ultraschall kann beobachtet werden, ob sich ein vergrößerter Lymphknoten erwartungsgemäß zurückbildet. Bei Patienten, die bereits eine Krebserkrankung im Kopf-Halsbereich hatten, wird der Hals in regelmäßigen Abständen abgetastet und mit Ultraschall untersucht, um eine Tochtergeschwulst auszuschließen. Natürlich können auch andere Veränderungen der Halsweichteile untersucht werden, wie z.B. Abszesse oder Gefäßveränderungen. Bei Schwellungen oder Schmerzen in der Drosselgrube und vor dem Kehlkopf kann die Ultraschalluntersuchung Hinweise auf Veränderungen der Schilddrüse geben. Bei plötzlichen Schwellungen finden sich häufig Schilddrüsenzysten. Aber auch chronische Schwellungen wie die Kropfbildung (Struma) oder Geschwulstbildungen lassen sich erkennen. Hier sind dann weitere Untersuchungen durch den Spezialisten erforderlich (Blutabnahme, Schilddrüsenszintigrafie).

Dopplersonografie
Bei der Dopplersonografie der Halsgefäße, die das Gehirn mit Blut versorgen ( Halsschlagader und ihre großen Äste, Halswirbelarterie ), lässt sich feststellen, ob es in deren Bereich Verengungen gibt, die zu einer Minderversorgung des Gehirns mit sauerstoffreichem Blut führen können. Diese Situation könnte im weiteren Verlauf z.B. zu einem Schlaganfall führen. Außerdem kann solch eine Engstelle auch die Ursache von pulssynchronen Ohrgeräuschen sein. Deshalb kann diese Untersuchen auch im Zusammenhang mit der Tinnitusdiagnostik sinnvoll sein.