Funktionsprüfung der oberen Atemwege
Rhinomanometrie
Die Rhinomanometrie ist eine Messung des Luftdurchflusses durch die Nase. Sie wird für jede Seite getrennt durchgeführt. Dabei muß gleichmäßig durch eine Maske normal ein und ausgeatmet werden. So wird auf je einer Seite der Luftdurchfluß in Abhängigkeit zum Druck aufgezeichnet. Bei behinderter Nasenatmung oder bei Schnarchproblemen kann auf diese Weise der Untersuchungsbefund objektiviert werden. Es ist auch die Verlaufskontrolle nach Operationen an der Nase oder nach medikamentöser Behandlung möglich. Insbesondere wird die Rhinomanometrie bei der nasalen Provokation eingesetzt, um die allergische Reaktion der Nasenschleimhaut auf bestimmte Testlösungen zu dokumentieren.

Lungenfunktionsprüfung
Die Lungenfunktionsprüfung erfolgt durch die sogenannte Spirometrie. Während die Nase mit einer Nasenklammer zugehalten wird, muß durch eine Maske gleichmäßig aus- und eingeatmet werden. Nach tiefem Ein- und Ausatmen können z.B. das maximale Atemvolumen (Vitalkapazität), die maximale Atemstromstärke (peakflow) und die Einsekundenkapazität bestimmt werden. Diese Werte sind besonders bei chronischen Erkrankungen der Bronchien und bei Asthma bronchiale verändert. Manche HNO-Erkrankungen führen zu einer Mitbeteiligung der unteren Atemwege. So kann es im Verlauf einer chronischen Nebenhöhlenentzündung zur Verschlechterung der Lungenfunktion kommen. Bei Patienten mit allergischem Schnupfen kann sich (bei etwa einem Drittel) im Laufe der Jahre auch allergisches Asthma einstellen. Dieses ist u.a. durch die Lungenfunktionsprüfung festzustellen, wie auch der Erfolg einer medikamentösen Behandlung. Starke Einengungen im Bereich des Kehlkopfes und der Luftröhre können durch die Lungenfunktionsprüfung ebenfalls erfasst werden.