Chirotherapie / manuelle Medizin
Die manuelle Medizin ist eine spezialisierte Art der Untersuchung und Behandlung von Gelenken und Knochenverbindungen des Menschen. In unserem Fachgebiet sind vor allem die Zwischenwirbelgelenk-Erkrankungen der Halswirbelsäule ( z.B. der Kopfgelenke) von Bedeutung.

Einführung in die Methode
Die manuelle Medizin ist eine schon sehr alte Behandlungsmethode. Wie der Name es schon ausdrückt, wird noch „mit den Händen behandelt“. Dabei werden durch sorgfältige Untersuchung Funktionsstörungen in den Gelenken und gelenkumgebenden Geweben des Halte- und Bewegungsapparates „aufgespürt“ und dann mittels verschiedener Techniken zur Funktionsfähigkeit behandelt.
Seit den 50er Jahren wird auf diesem Gebiet auch wissenschaftlich gearbeitet. Diese Erkenntnisse und die Jahrhunderte alte praktische Erfahrung ergänzen sich ideal zum Wohle des Patienten.
 
Behandlung
Bei schmerzhaften Verspannungen und Bewegungseinschränkungen im Bereich der Halswirbelsäule und des Kopfes bieten wir die Behandlung im Sinne der manuellen Medizin an, insbesondere weil diese Beschwerden auch zur Verstärkung z.B. von Ohrgeräuschen (Tinnitus) oder Schwindel beitragen können. Zur Vorbereitung der Untersuchung sind aktuelle Röntgenaufnahmen der Halswirbelsäule nötig, unter anderem um Vorerkrankungen zu erkennen, bei denen eine manuelle Therapie nicht durchgeführt werden darf.

Nach der tastenden Untersuchung der verspannten ("blockierten") Bereiche erfolgt dort eine gezielte geringfügige Bewegung durch den Therapeuten, nachdem sich der Patient in eine möglichst entspannte Position begeben hat (Manipulation). Es können aber auch so genannte "weiche Techniken" zum Erfolg führen (Mobilisation). Der Erfolg ist durch bessere Beweglichkeit und Schmerzlinderung sofort zu spüren. Bei wiederholten Beschwerden ist zur Stabilisierung des Erfolges eine krankengymnastische Übungsbehandlung zu empfehlen.

Wünschen Sie ein entsprechende Behandlung, weisen Sie bitte bei der Terminvereinbarung ausdrücklich darauf hin, da wir hierfür einen besonderen Zeitaufwand einplanen müssen. Bitte bringen Sie eventuell kürzlich angefertigte Röntgenbilder der Wirbelsäule mit.

Osteopathie
Steht bei der Chirotherapie das einzelne funktionsgestörte Segment im Vordergrund, so betrachtet die Osteopathie den Menschen und seine Funktionsstörung ganzheitlich. Sie geht besonders auf die "Philosophie" Andrew Taylor Still´s zurück (1828-1917).
Sein ganzheitliches Grundkonzept basiert auf der Einheit des Körpers und seine Fähigkeit zur Selbstheilung. Die Rolle des Osteopathen besteht nun darin, diese Fähigkeit zu unterstützen. Dabei werden unterschiedliche Techniken (Muskelenergietechniken, Myofasziale Techniken, funktionale Techniken, craniosacrale Techniken, viszerale ( die inneren Organe betreffende ) Techniken und ausbalancierende Techniken ) angewandt. Diese sind überwiegend ohne größeren Krafteinsatz und deshalb sehr gewebeschonend. Ziel ist es, aus der großen Zahl der Funktionsstörungen die wirklich großen, den Körper am meisten belastenden herauszufinden und zu behandeln. Damit soll eine maximale schmerzfreie Funktion der Struktur erreicht werden. Diese größte Läsion oder Funktionsstörung kann durchaus in einem ganz anderen, als dem momentan schmerzenden, Körperteil liegen. Die Osteopathie ist ebenfalls als Reiztherapie anzusehen, auf die der Körper reagiert. Das braucht seine Zeit. Deshalb werden osteopathische Behandlungen nur in größeren zeitlichen Abständen erfolgen. Die osteopathische Behandlung ist zur Zeit noch keine Kassenleistung und erfolgt deshalb als Privatleistung. Privatversicherungen erkennen die Behandlung in aller Regel zur Erstattung an.